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Forschungsbereich

Peptide für die Zellenergie-Forschung

Compounds, die am Energiestoffwechsel der Zelle untersucht werden: Mitochondrien, NAD und die Enzyme dazwischen.

4 Compounds in diesem Bereich · ab 145,00 € · kostenloser Versand

Zwei Ebenen

MOTS-c wirkt über Signalwege, SS-31 direkt an der Mitochondrienmembran.

Nicht alles ist ein Peptid

NAD+ ist ein Coenzym, kein Peptid. Wir schreiben das dazu.

Kühlkette

Wie alle Pens: 2–8 °C, lichtgeschützt, nicht einfrieren.

Die Pens in diesem Bereich

Meistgefragt99 %MOTS-C Pen mit 15 mg, Pen und Verpackung

MOTS-C Pen

Zellenergie · Mitochondrien

15 mg · Peptid-Pen

145,00 €

Meistgefragt99 %SS-31 Pen mit 30 mg, Pen und Verpackung

SS-31 Pen

Zellenergie · Mitochondrien

30 mg · Peptid-Pen

160,00 €

Neu99 %NAD+ Pen mit 300 mg, Pen und Verpackung

NAD+ Pen

Zellenergie · NAD

300 mg · Peptid-Pen

320,00 €

99 %5-Amino-1MQ Pen mit 100 mg, Pen und Verpackung

5-Amino-1MQ Pen

Zellenergie · Stoffwechsel

100 mg · Peptid-Pen

180,00 €

Worum es in diesem Forschungsbereich geht

Fast alles, was eine Zelle tut, kostet Energie, und fast alle davon entsteht in den Mitochondrien. Dieser Bereich bündelt die Compounds, die genau dort untersucht werden, statt sie unter dem sehr breiten Begriff Longevity zu verstecken.

MOTS-c ist ungewöhnlich, weil es nicht im Zellkern kodiert ist, sondern im Genom der Mitochondrien selbst. Untersucht wird es im Zusammenhang mit der Regulation des Stoffwechsels über den AMPK-Signalweg. SS-31 setzt eine Ebene tiefer an: es bindet an Cardiolipin, ein Lipid der inneren Mitochondrienmembran, das für die Struktur der Atmungskette gebraucht wird.

NAD+ gehört thematisch dazu, ist aber streng genommen kein Peptid, sondern ein Coenzym, das an fast jeder Redoxreaktion im Energiestoffwechsel beteiligt ist. 5-Amino-1MQ wiederum wird als Hemmer von NNMT untersucht, einem Enzym des Nicotinamid-Stoffwechsels, und hängt darüber mit demselben Netzwerk zusammen.

Warum dieser Bereich getrennt steht

Weil ein Sammelbegriff, unter dem alles passt, für niemanden nützlich ist. Ein Compound, der an einer Membran in den Mitochondrien ansetzt, und einer, der die Reifung von T-Zellen betrifft, haben inhaltlich nichts miteinander zu tun, auch wenn beide gern als Longevity verkauft werden.

Die Studienlage ist auch hier überwiegend präklinisch: Zellkultur und Tiermodell. Kontrollierte klinische Studien am Menschen fehlen für diese Compounds weitgehend.

Vier Moleküle, vier völlig verschiedene Angriffspunkte

Dieser Bereich ist der ungleichmäßigste im ganzen Sortiment, und das ist kein Mangel, sondern der Grund, warum er interessant ist. Die vier Stoffe hier greifen an vier verschiedenen Stellen des Energiestoffwechsels an, und drei von ihnen sind nicht einmal Peptide im gewöhnlichen Sinn.

MOTS-c wird nicht im Zellkern kodiert, sondern in einem kurzen Leserahmen von 51 Basenpaaren innerhalb des mitochondrialen Gens MT-RNR1. Ein Oberflächenrezeptor ist nicht identifiziert; beschrieben wird ein Eingriff in Folatzyklus und Purinbiosynthese, wodurch AICAR anfällt und AMPK aktiviert wird. SS-31, mit dem Freinamen Elamipretide, bindet an ein Lipid statt an einen Rezeptor: an Cardiolipin in der inneren Mitochondrienmembran.

NAD⁺ ist kein Wirkstoff im klassischen Sinn, sondern ein Coenzym: Substrat und Cofaktor von Sirtuinen, PARPs und CD38. Und 5-Amino-1MQ ist als einziger Stoff in diesem Shop überhaupt kein Peptid, sondern ein kleines Molekül aus der Klasse der Chinolinium-Verbindungen, das das Enzym NNMT hemmt, mit einem gemessenen IC50 von 1,2 µM.

Vier Stoffe, ein Mitochondrium, vier verschiedene Fragen: die Genexpression, die Membranstruktur, der Cofaktorpool und ein Enzym des Nicotinamid-Stoffwechsels. Was sie verbindet, ist nicht ein gemeinsamer Mechanismus, sondern ein gemeinsamer Ort in der Zelle. Für Versuchsplanungen ist das ein Vorteil: die vier lassen sich nebeneinander betrachten, ohne dass sich ihre Angriffspunkte überlagern.

Häufige Fragen

Ist NAD+ überhaupt ein Peptid?
Nein. NAD+ ist ein Coenzym, kein Peptid. Es wird in diesem Bereich geführt, weil es thematisch zu den mitochondrialen Compounds gehört und in denselben Forschungszusammenhängen auftaucht. Wir schreiben das lieber dazu, als es unter Peptiden verschwinden zu lassen.
Worin unterscheiden sich MOTS-c und SS-31?
MOTS-c ist ein im mitochondrialen Genom kodiertes Peptid und wird über Signalwege untersucht, vor allem AMPK. SS-31 ist ein kurzes synthetisches Peptid, das an Cardiolipin in der inneren Mitochondrienmembran bindet. Unterschiedlicher Ansatzpunkt, unterschiedliche Fragestellung.
Wie werden die Pens gelagert?
Bei 2–8 °C im Kühlschrank, lichtgeschützt und nicht eingefroren. Der Versand erfolgt in einer isolierten Box mit Kühlelement, damit die Temperaturkette bis zur Zustellung stabil bleibt.
Was ist an MOTS-c besonders?
Dass es nicht im Zellkern kodiert wird, sondern im Erbgut der Mitochondrien, in einem Leserahmen von 51 Basenpaaren im Gen MT-RNR1. Bei metabolischem Stress wandert es in den Zellkern und bindet dort an Transkriptionsfaktoren.
Ist einer dieser Stoffe als Arzneimittel zugelassen?
SS-31 seit dem 19. September 2025 in den USA unter dem Namen Forzinity, für die Muskelkraft beim Barth-Syndrom, als beschleunigte Zulassung. In der EU nicht. Die anderen drei sind nirgends zugelassen.
Stehen diese Stoffe auf der Dopingliste?
MOTS-c ja, seit der Liste 2024 unter S4, den Hormon- und Stoffwechselmodulatoren. NAD⁺, Nicotinamid und 5-Amino-1MQ stehen nicht darauf. Bei SS-31 ändert die Zulassung von 2025 die Einordnung; den aktuellen Stand prüft man am besten beim Verband.