
Melanocortin-System
Melanotan II wird über die MC1R-Rezeptoren und die Melaninbildung untersucht.
Zwei Dosierungen
GHK-Cu gibt es als 30 mg und 100 mg Pen.
Kühlkette
Wie alle Pens: 2–8 °C, lichtgeschützt, nicht einfrieren.
Die Pens in diesem Bereich



Worum es in diesem Forschungsbereich geht
Die Haut ist kein passiver Überzug, sondern ein aktives Organ mit eigenem Signalsystem. Ein Teil davon ist das Melanocortin-System: eine Gruppe von Rezeptoren, über die unter anderem die Bildung von Melanin gesteuert wird, dem Pigment, das die Hautfarbe bestimmt und UV-Strahlung absorbiert.
Melanotan II ist ein synthetisches Analogon des körpereigenen Alpha-MSH und bindet an mehrere dieser Rezeptoren. In der Forschung wird es entsprechend im Zusammenhang mit Pigmentierungsprozessen untersucht. Weil es nicht selektiv nur an MC1R bindet, sondern auch an verwandte Rezeptoren, ist die Datenlage komplexer als der Ruf des Compounds vermuten lässt.
GHK-Cu, bei uns als Skin Glow geführt, ist eine Kupferpeptid-Formulierung, die im Zusammenhang mit der extrazellulären Matrix untersucht wird, dem Gerüst aus Kollagen und Elastin, das der Haut ihre Struktur gibt. Wir führen sie in zwei Dosierungen, damit sich Versuchsreihen sauber staffeln lassen.
Einordnung
Für diesen Bereich gilt besonders deutlich, was für alle unsere Compounds gilt: Es handelt sich um Research-Grade-Substanzen für Labor- und Forschungszwecke. Sie sind keine Kosmetika, werden nicht als solche in Verkehr gebracht und sind nicht für die Anwendung am Menschen bestimmt.
Wer Studien zu diesen Compounds liest, sollte besonders auf das Modell achten: Ergebnisse aus Zellkulturen an Melanozyten sagen etwas über Melanozyten in einer Schale aus, nicht über Haut.
Kupfer, Peptid, und warum die Angaben auseinandergehen
GHK-Cu ist kein gewöhnliches Peptid, sondern ein Komplex: das Tripeptid Glycyl-L-histidyl-L-lysin mit einem Kupfer(II)-Ion. Das Metall sitzt nicht lose daneben. Es wird koordiniert über den Imidazolstickstoff des Histidins, die α-Aminogruppe des Glycins und den deprotonierten Amidstickstoff der Bindung zwischen beiden, in einer quadratisch-pyramidalen Anordnung.
Diese Koordination hat eine praktische Folge: sie dämpft die Redoxaktivität des Kupfers. Bricht sie durch Licht oder Oxidation auf, ändert sich die Lösung, und das sieht man. Eine Verfärbung ist deshalb kein Schönheitsfehler, sondern ein Grund, die Charge nicht mehr zu verwenden.
Wer Angebote vergleicht, stößt außerdem auf unterschiedliche Summenformeln für denselben Namen. Das liegt an der Stöchiometrie: gemeint ist meist der 1:1-Komplex mit einem Tripeptid pro Kupferion, aber es sind auch Einträge mit zwei Tripeptiden pro Kupferion registriert. Maßgeblich für die gelieferte Ware ist nicht der Datenbankeintrag, sondern das Analysenzertifikat der Charge.
Isoliert wurde GHK-Cu 1973 von Loren Pickart aus menschlichem Plasmaalbumin, nach der Beobachtung, dass sich alte Leberzellen in jungem Blutserum wie jüngere verhielten. Die Struktur wurde 1977 bestätigt. Später wurde das Peptid auch in Speichel und Urin nachgewiesen. Ein spezifischer Rezeptor ist bis heute nicht identifiziert; diskutiert wird, dass der Komplex die Kupferaufnahme von Zellen moduliert und Kupfer in Zellen hinein und wieder heraus transportiert. Die vorhandenen klinischen Studien am Gesicht hatten kleine Stichproben und kurze Anwendungsdauer, und die Autoren selbst halten weitere Untersuchungen für nötig, bevor sich abschließende Schlüsse ziehen lassen.

